| Legenden gibt es im Automobilsport viele - aber nur einen Mythos: | ||||||||||
die Silberpfeile |
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Aus der Verlegenheit, die Autos dem Reglement entsprechend
abspecken zu müssen, entstand 1934 ein Mythos:
weil der neue Mercedes W 25 einen Tag vor dem ersten Start knapp 1 kg über
dem Limit von 450 kg lag, verfiel Rennleiter Neubauer auf die Idee, den
Lack in der Nacht abkratzen zu lassen. Die silbrige Farbe des blanken Metalls wurde in der Folge zum Wahrzeichen einer Generation unschlagbarer Grand Prix-Wagen. Die Kombination aus ausgeklügelter Technik und fahrerischem Können des Mercedes-Stalls hatte nur einen Rivalen: die von Ferdinand Porsche konstruierten "Silberfische" der Auto Union. Bis zum September 1939 gab es außer einem gewissen Enzo Ferrari von Alfa niemanden mehr, der mit den deutschen Boliden mithalten konnte. |
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| So wurde im Olympiajahr 1936 Bernd Rosemeyer, der dominierende Rennfahrer der 30er Jahre, für die Auto Union Europameister, bevor er wieder von Rudolf Caraciola abgelöst wurde, der mit den Silberpfeilen von 1935 bis 1938 dreimal Europameister war. Rosemeyer wurde zum Volkshelden und seine Verbindung mit der Fliegerin Elly Beinhorn macht das Paar zu einem Aushängeschild des 3. Reichs. Die Nazis hatten die Entwicklung der Grand Prix-Wagen finanziell unterstützt, doch mit Beginn des Zweiten Weltkrieges endete auch die Zeit der Grand Prix: das letzte Rennen fand am 3. September 1939 in Belgrad statt, danach wurden die Wagen eingemottet. Die Silberpfeile überstanden in der Schweiz den Krieg, kamen jedoch nie mehr zum Einsatz. | ||||||||||
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