Alle machen Urlaub. Auch die Mitarbeiter der ARISTO WATCH GmbH in Pforzheim
halten vom 26. Juli bis zum 10. August ihre Unruh an.
Aber Ihre Armbanduhr arbeitet in den Uhrmacher-Ferien weiter. Manche Unruh führt
bis zu zehn Halbschwingungen pro Sekunde aus, während ihr Besitzer die Sonne
genießt. Und oft bedeutet ausgerechnet die Urlaubszeit sogar noch erschwerte
Arbeitsbedingungen für Armbanduhren.
ARISTO Chef Hansjörg Vollmer nennt die häufigste Ursache für Reparaturaufträge,
die ihn und seine Mitarbeiter jedes Jahr nach dem Urlaub erreichen: "Wasserdicht
ist nicht gleich wasserdicht. Der auf dem Zifferblatt oder Gehäuseboden
angegebene Wert ist nur garantiert für eine Uhr im Neu- oder
Auslieferungszustand. Bereits nach zwei Jahren können sich Gummi-Dichtungen
verändern und nicht mehr ausreichenden Schutz vor eindringendem Wasser
gewährleisten."
Silikonöl oder -gel halten die Dichtungen geschmeidig und verlängern ihre
Lebensdauer. Hansjörg Vollmer: "Deshalb behandeln wir die Dichtungen aller
ARISTO Uhren bei der Endmontage mit Silikon. Aber zur Sicherheit sollte jede Uhr
vor dem Urlaub von einem Fachhändler überprüft werden. Außerdem sind Uhren mit
Schraubkrone nur dann dicht sind, wenn die Schraubkrone verschlossen wurde."
Oft vergessen wird auch die Wirkung von Wasserdampf. Hansjörg Vollmer: "Eine
Armbanduhr hat in der Sauna nichts zu suchen." Aber Sand kann noch gefährlicher
sein als Wasser. "Alle ARISTO Modelle sind zwar staubdicht. Je hochwertiger das
Gehäusematerial ist, desto ärgerlicher sind allerdings jene Kratzer, die nach
dem Strandurlaub nur von einem Fachmann entfernt werden können."
Kaum berücksichtigt werden beim Auswählen der tickenden Reisebegleiter die
Temperaturverhältnisse am Zielort. Hansjörg Vollmer garantiert für alle seine
Uhren: "ARISTO Modelle - egal ob Quartz oder Mechanik - arbeiten bei 20 Grad
minus oder 60 Grad plus mit der gleichen Präzision."
Immer wieder ärgerlich sind Lederbänder, die den Angriffen von Schweiß und
Salzwasser ihren Tribut zollen mussten. Deshalb empfiehlt Hansjörg Vollmer:
"Schonen Sie das Leder während der heißesten Zeit des Jahres, ersetzen Sie es
durch ein Metallband. Diese Anschaffung hat sich oft schon nach einem Sommer
amortisiert. Und Sie haben länger Freude an Ihrem Lieblings-Lederband."
Unangenehme Überraschungen können auch Sammler erleben, die den besten Stücken
während ihrer Abwesenheit einen Aktivurlaub im Automatikuhren-Beweger gegönnt
haben. Der Beweger hat gute Arbeit geleistet - aber die Uhren stehen still. Der
Grund für dieses Malheur ist die unterschiedliche Aufzugrichtung der
Automatikrotoren. Deshalb beschreibt Hansjörg Vollmer noch einmal sämtliche
Kraftkollektoren, die bei ARISTO zum Einsatz kommen: "Das
Chronographen-Arbeitspferd Valjoux 7750 und unsere Mikrorotor-Rarität AR 2538
Harley werden einseitig aufgezogen. Bei unseren neuen Modellen mit dem
Automatikwerke-Klassiker AS 2072 ist auf der Rotorscheibe sogar die
Aufzug-Drehrichtung angegeben. Das in vielen ARISTO Modellen verwendete ETA
2824-2 wird in beide Richtungen aufgezogen."
Das ETA 2824-2 muss im Sommer 2003 übrigens einen ganz besonderen Test bestehen.
Als Antriebsaggregat der aktuellen ARISTO Serie KUNSTFLIEGER wird dieses
Automatikwerk am Handgelenk des Freiherrrn Peter von Zschinsky den harten Alltag
eines Luftakrobatik-Lehrmeisters kennen lernen. Zwei Sekunden Piroutte, zwei
Sekunden gradeaus, zwei Sekunden Sturzflug und dann wieder steil aufwärts - da
geraten andere Uhrwerke schon mal ins Trudeln.
Mitarbeiter des Hauses ARISTO WATCH testen während ihres Urlaubs auch immer
wieder Gehäuse und Metallarmbänder auf ihre Allergieverträglichkeit. Und sie
bauen in ihre Uhren neue Zifferblätter oder andere Einzelteile ein, die auf ihre
Serientauglichkeit geprüft werden sollen.
Und welche Uhr trägt der ARISTO Chef im Urlaub? "Meine Frau nimmt seit Jahren
die gleiche Uhr mit - wasserdicht, Metallband, Edelstahl matt, gut ablesbar,
also ein typisches Quartz-Modell von ARISTO. Am Abend trägt sie auch im Urlaub
gerne Ihre Design-Silberuhr, die wir in Pforzheim nach den Entwürfen des
amerikanischen Designers Eduardo Melieris fertigen. Ich selbst teste in diesem
Sommer drei Wochen lang ein neues ARISTO Modell - bis 200 Meter wasserdicht,
sandgestrahlte Oberfläche, Vorbestellungen von Großabnehmern liegen bereits vor.
Nach diesem Test unter Extrembedingungen - Salzwasser, Sand,
Temperaturschwankungen, ständig wechselnde Druckverhältnisse - wird diese
Taucheruhr im September 2003 in Serie gehen."